Im Jahr 2018 begann EF Academy Alumnus Linus seinen Blog „The Suitstainable Man“, um über seinen Lebensstil und seine Erfahrungen in London zu schreiben. Heute macht Linus einen LLM in Umweltrecht an der Queen Mary University of London und sein Blog hat sich zu einer einzigartigen Plattform für Herrenmode und Nachhaltigkeit entwickelt. Lies weiter, um mehr über Linus’ Sicht darauf zu erfahren, wie Mode und Nachhaltigkeit miteinander verbunden sind und was du als Konsument tun kannst, um dir deiner Auswirkungen auf die Umwelt bewusster zu werden.
Entdecken Sie weitere Geschichten unserer Global Changemakers hier.
Könnten Sie uns ein wenig über sich erzählen?
Mein Name ist Linus und ich habe 2016 an der EF Academy studiert. Seitdem habe ich einen Bachelor-Abschluss in Internationalen Beziehungen an der Queen Mary University London gemacht. Danach habe ich einen MSc in Environmental Technology am Imperial College London absolviert und jetzt bin ich an der Queen Mary University London zurück, um ein LLM in Umweltrecht zu machen. Ich habe meinen Blog im zweiten Jahr meines Bachelorstudiums gestartet, weil ich die Plattform nutzen wollte, um Marken und die Idee britischer Handwerkskunst zu fördern. Mit der Zeit wurde das Zusammenspiel von Mode und Nachhaltigkeit zum dominierenden Thema.
Warst du schon immer leidenschaftlich an Mode und Nachhaltigkeit interessiert, und wie lautet deine Vision für den Blog?
Ich habe mich schon immer für Mode und Nachhaltigkeit interessiert, aber diese beiden Interessen sind erst später in meinem Leben zusammengekommen. Ich bin mit dem Bewusstsein für die drei R’s – Reduce, Reuse, Recycle – sowie mit der Einstellung aufgewachsen, dass man das schätzen sollte, was man hat. Das übergeordnete Ziel des Blogs ist es, eine Plattform für Gleichgesinnte zu sein, die sich ebenfalls für klassische Herrenmode und Nachhaltigkeit interessieren. Ich möchte das Bewusstsein für verbrauchergesteuerte Nachhaltigkeit fördern. Ich bin gespannt, wohin sich der Blog entwickeln wird.
Was können Verbraucher tun, um nachhaltiger einzukaufen?
Denken Sie an die Kosten pro Tragen. Wenn Sie ein gut verarbeitetes, etwas teureres Kleidungsstück mit einem Teil vergleichen, das zwar einen niedrigeren Anschaffungspreis hat, das Sie aber nur drei Mal tragen und dann wegwerfen, hat das hochwertigere Stück auf lange Sicht vielleicht fünf, zehn Jahre oder sogar länger gehalten und wird daher geringere Kosten pro Tragen haben. Ein weiterer Rat ist, gut gefertigte Vintage-Kleidung zu kaufen. Sie geben ihnen ein zweites Leben, und Sie können diese Stücke wie Erbstücke oder kulturelle Objekte betrachten, die weitergegeben werden können. Es wohnt dem Weitergeben von Dingen, die eine Geschichte haben, immer eine besondere Schönheit inne.
Eine weitere wichtige Sache, die du als Konsument tun kannst, ist dir bewusst zu machen, von welchen Marken du kaufst und ob du ihre Werte und Geschäftspraktiken gutheißt. Du kannst Fast-Fashion-Marken wahrscheinlich nicht daran hindern, aus dem Boden zu schießen, aber zumindest triffst du eine bewusste Entscheidung. Du versuchst herauszufinden, was sie tun, und ich finde, das bewirkt bereits eine positive Veränderung – sei nicht zu streng mit dir selbst.
Hast du ein Vorbild?
Es gibt keine bestimmte Person, zu der ich aufschauen würde. Anstatt darüber nachzudenken, wessen Weg ich folgen und was ich nachahmen sollte, geht es meiner Meinung nach eher darum, wer man sein möchte und welche Art von Wirkung man erzielen will. Mein Weg in Mode und Nachhaltigkeit ergab sich zufällig, also überlege dir, wer du sein möchtest und welchen Eindruck du bei anderen hinterlassen willst. Dann wirst du dein eigenes Vorbild – nicht eingeschränkt durch das, was andere in dir sehen wollen, sondern geleitet von dem, wie du dich selbst präsentieren möchtest. Ich denke, das ist ein hilfreicher Rat für uns alle.
Welchen Rat hast du für Schüler, die einen Unterschied in der Welt machen wollen?
Ich habe drei wichtige Ratschläge, die ich Schülern geben würde, die ihrer Leidenschaft nachgehen oder die Welt verändern wollen. Der erste ist: Sei neugierig. Neugier hat mich weit gebracht, ich habe drei Abschlüsse gemacht und viele verschiedene, interessante Menschen kennengelernt. Der zweite Ratschlag ist, das zu studieren, was dich interessiert. Der dritte Ratschlag, den ich geben würde, ist, nicht schüchtern zu sein. Tausche Ideen mit Menschen aus und lerne aus einer Vielzahl von Perspektiven, vielleicht von einem Brancheninsider oder einfach von Menschen, die andere Interessen haben als du. Das gibt dir eine ausgewogenere Sichtweise. Fang damit an, das zu tun, worauf du neugierig bist und wofür du brennst, und die Ergebnisse werden kommen.
Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Juristin zu werden. Ich möchte Teil dieser sich rasant verändernden Welt sein, und als Juristin hätte ich eine bessere Position, um mit spannenden Umwelt- oder Energiethemen zu arbeiten. Dennoch sind Mode und Nachhaltigkeit für mich weiterhin ein großes Interessengebiet. Wer weiß, vielleicht gründe ich in Zukunft meine eigene Marke, arbeite mit ethischen und gewissenhaften Textilherstellern zusammen und kläre meine Kundinnen und Kunden auf. Ich hoffe, die Botschaft über den Zusammenhang zwischen Mode und Nachhaltigkeit weiterzutragen. Wir werden sehen, wie es läuft!
)